"Versuchen Sie immer das Gute zu finden, denn das Gute ist immer irgendwo da!"






Yoga = Heilen, (Wieder-)Verbinden (Religare)

und der Pfad der Befreiung



Inhalt:

Die richtige Verbindung aufnehmen

Yoga-Psychologie: Die Matrix der drei psychologischen Grundfaktoren

Yoga-Methodologie: Die Kraftaufnahme mit der Verbindung zum göttlichen Heilstrom

PremYoga im täglichen Leben (Mantras, Gebet, Kochen und Sexualität)


Das Ziel vom PremYoga ist es, dass wir den Heilstrom am eigenen Körper selber physisch erleben können und das in Form von Heilungen oder sogar Spontanheilungen (d.h. die vollständige Heilung in sehr kurzer Zeit). Manchmal dauert es auch länger, aber der Heilstrom wirkt - wenn wir ihn wirken lassen!









Die richtige Verbindung aufnehmen

Was braucht es für die Kraftaufnahme mit dem göttlichen Heilstrom?


Es braucht die richtige Verbindung, d.h. den richtigen Empfang.

Um das genauer zu beschreiben nehmen wir ein Beispiel aus der Technik und zwar das der Satellitenschüssel.





Bei einer Satellitenschüssel ist entscheidend: 1. Die Form der Schüssel (möglichst parabol). 2. Die Grösse der Schüssel und 3. Die Ausrichtung der Satellitenschüssel.

Das bedeuted für uns:

1. Körperhaltung, 2. Entschlossenheit, 3. Innere Einstellung

1. Die Form der Schüssel entspricht in diesem Beispiel unserer Körperhaltung während der Kraftaufnahme. Um diesen Heilstrom aufzunehmen, sitzen wir aufrecht mit nach oben geöffneten Händen und die Arme und Beine sind nicht verschränkt, um das Fliessen des Heilstroms nicht zu unterbinden. Diese Position aktiviert die Zirbeldrüse im Zentrum des menschlichen Gehirns, denn bei einer offenen Körperhaltung sind die linke und die rechte Körperhälfte hauptsächlich im Zentrum des Gehirns verbunden, also genau dort, wo die Zirbeldrüse sich befindet. Wenn wir Arme und Beine überkreuzen oder nervös unsere Finger berühren (spielen), entsteht ein Kurzschluss, der dieses Orgonfeld (Energiefeld) abbaut. Durch das einfache Durchstrecken unserer Finger und das Berühren von Zeigefinger und Daumen können wir die Einstellungen und verkrusteten Denkmuster in uns lösen. Gleichzeitig harmonisieren wir den Alltagsstress und die geistige und körperliche Ermüdung und wir werden wach und aufmerksam.




Einfache oder zweifache Überkreuzung
des Körpers ist in der Körpersprache ein Zeichen für eine
reservierte oder ablehnende Haltung der Kritik, also
das Gegenteil der offenen Begrüssung, das wir
für den Empfang des Heilstroms brauchen.
---
Finger-Mudra für Wachsamkeit und Achtsamkeit



Die Zirbeldrüse, das dritte Auge, ist bezüglich seiner Funktion und Teile den anderen zwei Augen sehr ähnlich. Die Zirbeldrüse ist Licht gegenüber sehr sensibel und bewegt sich genauso, wie die anderen beiden Augen sich auch bewegen. Interessanterweise bewegt es sich manchmal in genau derselben Art und Weise, wie sich die Augen in diesem Augenblick bewegen. Während die Zirbeldrüse hauptsächlich dafür zuständig ist, Melatonin zu produzieren (das Hormon, das unseren Schlaf-Wach-Rhythmus steuert), glauben Forscher mittlerweile, dass sie seit tausenden von Jahren auch einer höheren Gewalt dient. Der französische Philosoph Descartes sagte: "Ich denke, also bin ich". Weiterhin sagte er, dass die Zirbeldrüse der Sitz der Seele, das Verbindungsglied zwischen dem Geistigen und dem Physischen und demzufolge zwischen Materie und Geist ist.







2. Die Grösse der Schüssel entspricht dem Vertrauen, der Überzeugung und der Entschlossenheit in den Vorgang (Shraddha). Dies wird etabliert u.a. durch die richtige Gemeinschaft und die Erfolgsberichte (auf dieser Webseite befindet sich ein eigenes Kapitel zum Thema Shraddha)


3. Die Ausrichtung der Satellitenschüssel entspricht der inneren Einstellung, denn nur mit der richtigen psychologischen Einstellung können wir uns auf den Heilstrom richtig einstellen und dazu ist zuerst einmal ein wenig Theorie hilfreich, die nun auf dieser Seite folgt (aber - Theorie alleine genügt natürlich nicht) ...


Die Grundlage der psychologischen Einstellung ist das Paradigma, das Weltbild.

Es gibt Weltbilder, die sind empfänglicher für den Heilstrom und solche die sind es weniger.

Ein thailändischer Buddhist sagte einmal auf die Frage was denn Liebe sei: "Die Katzen lieben die Katzen, die Hunde lieben die Hunde und die Menschen lieben die Menschen; in Wahrheit gibt es auf der spirituellen Ebene gar keine Liebe!"

Und ein hinduistischer Guru sagte einmal:
"Das Gute ist wir trockener Kot und das Schlechte wie feuchter Kot - das eine stinkt mehr als das andere, aber schlussendlich ist beides Kot!"

Es gibt einen Namen für dieses Weltbild: Nihilismus. Der Begriff Nihilismus (lat. nihil – „nichts“) bezeichnet allgemein eine Orientierung, die auf der Verneinung jeglicher Seins-, Erkenntnis-, Wert- und Gesellschaftsordnung basiert. Umgangssprachlich bedeutet Nihilismus die Verneinung aller positiven und negativen Ansätze.

In diesem Punkt macht ein berühmter Heiler namens Bruno Gröning eine interessante Antithese:
"Gott ist gut, von Gott kommt nur das Gute und das Gute kommt nur von Gott." Und da kann man nur Paracelsus zitieren: "Wer heilt hat recht!" (und Gröning hat Tausende geheilt).

Ein Hare Krischna, der ein Ashram im Tessin leitet sagte einmal:
"Wenn man dem Zustand der physischen Unversehrtheit (Gesundheit) nur im Geringsten dem Zustand der Krankheit den Vorzug gibt, ist das bereits ein Hineinprojizieren in die äussere Dualität, welche effektiv leidvoll ist."

Wenn man so was hört, dann fragt man sich doch:
Ist sein angestrebtes Hinaustreten aus der Illusion nicht auch ein Gesunden? (Ein rein spirituelles Gesunden kann es ja nicht sein, denn das Spirituelle, das Ewige ist ja per Definition gesund.)

Es gibt noch andere Arten der Verwirrtheit: Ein Grufti (man nennt sie heute auch Gothiker - meist schwarz angezogen und weiss gepudert) sagte einmal: "Das was du denkst ist gut, ist in Wahrheit schlecht, und das was du denkst ist schlecht ist in Wahrheit gut!"

Wir sehen, der Weg aus der materiellen Dualität kann falsch verstanden werden ...


Das Weltbild der materiellen Dualität:




Kalt – Heiss,
Weiblich – Männlich,
Schön – Hässlich,
Anziehend – Abstossend,
Genuss – Leid,
Gewinn – Verlust,
Tag – Nacht,
Sommer – Winter,
Schwarz – Weiss,
usw. usw.,

(Das alles natürlich mit den entsprechenden Grauzonen ...)


Der Weg aus der Dualität in Richtung "Alles ist Eins!" ist das Grundparadigma (Weltbild) der modernen Esoterik und er wird oft mehr oder weniger sentimental umschrieben ohne in die Tiefe zugehen.

Die Dualitäten der materiellen Welt sind gar nicht so einfach zu verstehen, sondern vielschichtig. Es gibt verschiedene Arten von Dualitäten, z.B. solche wo wir werten dürfen und solche bei denen wir besser nicht werten: Das Vermeiden von unnötiger Gewalt ist sicherlich besser als das Ausüben von unnötiger Gewalt. Gutes, gesundes Essen ist besser als ungesundes und ungeniessbares. Ist aber ein Mann besser als eine Frau oder umgekehrt? Ist der Nordpol besser als der Südpol? Müssen wir in diesem Zusammenhang etwa zwischen Dualität und Polarität unterscheiden (Dualität von lat. dualis = Zweiheit, für einen unversöhnlichen Gegensatz, versus Polarität, ein Verhältnis sich gegenseitig bedingender Grössen)?

Wie kommen wir also aus der materiellen Dualität? Was ist nun diese ewige Realität jenseits der materiellen Dualität?
Es ist die Indivi-dualität, wörtlich: „das Nicht-Teilbare“ (gebildet aus dem Lateinischen dividere, „teilen“, und der Silbe in- als Verneinung). Nicht nur wir als relative Wesen sind individuell, sondern auch das Absolute ist individuell. Da Individualität Bewusstsein und freier Wille bedeutet, hat auch Gott einen Willen. Nur deshalb können wir beten: „Dein Wille geschehe!“ Wie können wir individuell sein und gleichzeitig eins sein mit der absoluten Individualität? Nur im Bewusst-Sein der Liebe. Das Wort Liebe hört sich für viele ein wenig sentimental an und wurde auch schon oft (z.B. von den Massenmedien) falsch verwendet.

Wir brauchen auf unserem Weg eine klare Wegbeschreibung und deshalb eine genaue Ortsbestimmung des Startpunktes und des Zielpunktes. Die Online-Fahrpläne und Routenplaner auf dem Internet verlangen das auch, sonst können sie ihre Aufgabe nicht ausführen. Die philosophische Ortsbestimmung ist aber eine zeitlose Frage. Die Inder haben sich schon seit Jahrtausenden mit diesen Fragen beschäftigt und da lohnt es sich doch einmal nachzuschauen, was da für Lösungsansätze bestehen (z. B. in der jahrtausendalten Bhagavad Gita und den jahrtausendalten Puranas):

Es führen zwei Wege aus der materiellen Dualität:

1 ... 2 ... 3 ... wenn der Weg von der 2 nach links direkt zur 1 nicht funktioniert ... dann probieren wir es doch einmal nach rechts und gehen zuerst zur 3
und schauen von dort einmal weiter ...



Yoga-Psychologie: Die Matrix der drei psychologischen Grundfaktoren



Siehe die gelbe Hintergrundfarbe: Der Spiritualist ist ein Positivist und kein Nihilist (Erklärung folgt).





Symbol links:
Das Ziel und Zentrum von Mayavad (Alles ist Maya / Illusion) ist
das Nichts (Nihilismus) oder die Dunkelheit ... versus:
Symbole rechts davon: Das alldurchdringende Gute (gelb) ist die Charakteristik Gottes und
der Seele (unterhalb ihrer Bedeckung - mehr dazu im Kapitel Prem)



In der Yoga-Psychologie geht der Weg in Richtung der drei Gunas. Hier entdecken wir die Charakteristik des göttlichen Heilstroms, die der materiellen Welt und die Charakteristik die Gottes. Nur wenn wir beide Wege kennen, den nach links und nach rechts, erlangen wir das ganzheitliche Verständnis des Eins- und Verschiedenseins (Acintya-bheda-abheda-tattva) - Same, same but different! Dieses Motto hören wir in ganz Südostasien, insbesondere in Kambodscha, wo wir sogar Gästehäuser mit diesem Namen auffinden: "Wir sind gleich im Preis und in der Qualität wie die anderen, aber dennoch sind wir individuell und anders". Dies hat eigentlich einen sehr tiefen philosophischen Kern, und sie ist auch das Fundament der allumfassenden Liebe.



(Trinität - Eine Vision von Bruder Niklaus von Flüe)

Wir, die spirituellen Seelen sind gleichzeitig von der spirituellen Substanz her qualitativ nicht verschieden mit dem unpersönlichen Aspekt des Absoluten, aber wir sind individuell, d. h. wir sind quantitativ verschieden von seinem persönlichen Aspekt ... denn der Austausch von Liebe braucht Individuen – Gott und die Seelen. Im Sanskrit nennt sich dies Acintya-bheda-abheda-tattva (achintya = unbegreiflich, bheda = Unterschied und abheda = Einheit, die Wahrheit des gleichzeitigen Eins- und Verschiedenseins (des Energiepartikels von der Energiequelle - in der Quantenphysik fragt man sich zu diesem Paradox "ist es nun eine Welle oder ein Partikel?").

Aber zurück zum Thema drei Gunas ...



Die drei Gunas: Die universelle, zeitlose und natürliche Skala der Ethik




Vier individuelle Seelen (Jiva-Atmas), welche verschiedene temporäre Bewusstseinsstufen
in der Matrix der drei Gunas erlangt haben (Sat = Ewig, Cit = Wissen, Ananda = Freude).


Die drei Gunas, denen die Bhagavad Gita, Gandhis tägliche Inspiration, drei Kapitel gewidmet hat, ist das Heilmittel gegen die Diktatur des Relativismus, d.h. das kranke Weltbild der unpersönlichen, materialistisch-monistische Sichtweise, die sagt, dass das Gute und Schöne nur ein gleichwertiger Gegenpol des Schlechten und Hässlichen ist. Denn Gott ist gut und die Schönheit, die Wahrheit und das Licht, das die Dunkelheit vertreibt. Wenn wir diesen natürlichen Massstab der Ethik verstanden haben, dann werden wir ihn überall um uns erkennen können und wir fühlen eine grosse Heiterkeit - je mehr wir dieses mystische Weltbild in unser tägliches Leben einfliessen lassen.

In der altindischen Sanskrit-Literatur wird beschrieben, dass aus der ewigen spirituellen Welt die reine Liebe und das reine Gute in die zeitweilige materielle Welt fliesst und sich hier mit der Alternative, d.h. dem Bösen und Zerstörerischen vermischt. Diese Vermischung erzeugt die Welt der zeitweiligen, materiellen Illusion. Wenn wir diese illusionäre Vermischung auftrennen und uns mit dem Guten verbinden, ist das die eigentliche Bedeutung vom Wort Religion oder Yoga und führt zu unserem Erwachen aus der Bedingtheit und Illusion. (Lat: religare = wiederverbinden, wie auch Yoga = Joch, wie bei Jungfraujoch).

Dazu der passende Vers aus dem Bhagavad Purana 12.8.46: "Der Ort der Furchtlosigkeit und spirituellen Freude wird durch die reine Tugend ("Sattvam" = göttlicher Heilstrom) erreicht. Die Yogis der hingebungsvollen Liebe halten dies als eine direkte Manifestation des persönlichen Göttlichen, aber niemals erachten sie "Raja-Guna" (die ausbeuterische Leidenschaft) und "Tama-Guna" (die zerstörerische Unwissenheit) als seine direkte Energien, sondern als eine materielle, indirekte Manifestation des Göttlichen."

Die Anwendung der Philosophie der drei Gunas sollte eigentlich, unabhängig vom kulturellen oder religiösen Hintergrund, für jede Person möglich sein, da die drei Gunas ihren Ursprung in den drei Erscheinungsweisen (oder Phasen) der materiellen Natur haben: Entstehen, Bestehen und Vergehen.


Alle materiellen Objekte um uns gehen durch diese drei Phasen:

- Entstehen oder Erschaffen
(Raja-Guna = rot)
- Bestehen oder Erhalten
(Sattva-Guna = gelb)
- Vergehen oder Zerstören (Tama-Guna = blau)

Liebe ist sattvisch und erhält Beziehungen. Raja-Guna transformiert sie zu Lust und erzeugt Beziehungen (z.B. Partner, Kinder) und Tama-Guna transformiert sie zu Hass, Aggression und Zwiespalt und zerstört Beziehungen. Um die genaue Bedeutung der drei Gunas zu verstehen, müssen wir ein wenig ausholen, denn es gibt keine entsprechenden deutschen Wörter, die mit der Bandbreite dieser Sanskrit-Begriffe eine gleichwertige Bedeutung haben. Eine ganze Reihe von Wörtern ist erforderlich, um ein genaueres Verständnis von diesen wichtigen Überbegriffen (die in unseren westlichen Sprachen gänzlich unbekannt sind!) zu ermöglichen:


Das Spektrum der natürlichen, universellen und zeitlosen Skala der Ethik reicht vom ...

(Aus der Gita, Kapitel 14-18 und dem Bhagavad Purana 11.25.2–5):



... positiven Sattva Guna: Erhaltende Weisheit und Tugend ...

Bestehen, Erhalten, Gesundheit, Wahrheit, Reinheit, Liebe, Licht, Schönheit, Weisheit, Wissen, Geduld, Sinnesbeherrschung, Achtsamkeit, Pflichterfüllung, Wohltätigkeit, altruistisches Handeln, Toleranz, Wahrheitsliebe, Ästhetik positives Denken und unabhängige Lebensfreude. Unterscheidungsvermögen, Ausgeglichenheit, Geisteskontrolle, Sinneskontrolle, Vergebung, Umsicht, Zufriedenheit auch unter widrigen Umständen, Grosszügigkeit, Selbstbeherrschung, Vertrauen, Verantwortungsgefühl, Unkompliziertheit, Anspruchslosigkeit, Meditation, Kontemplation, Selbsterkenntnis, Selbstverwirklichung usw.

Sattva stammt von der Wortwurzel Sat (Sat, Cit, Ananda, siehe bei Prem) = ewig. Die reine, unvermischte Sattva ist (neben Sat, Cit, Ananda) die Charakteristik Gottes und das Holz aus dem wir, die spirituellen Seelen, geschnitzt sind und es erhebt das Lebewesen in der ethischen Evolution.



... über Raja Guna: Erschaffende Leidenschaft ...

Erschaffen,
Rastlosigkeit, unlimitierte Wünsche, Stolz, Ungeduld, Kontrollsucht, Arroganz, Ausbeutung, ausbeuterische Lust, Gier, Neid, Hochmut, Triebhaftigkeit, Unzufriedenheit (selbst bei Gewinn), materielle Gebete (wie im Song: Lieber Gott, bitte gib mir einen Mercedes Benz ...), Eitelkeit, Selbstverherrlichung, grosse Anstrengung für das Anschaffen von Statussymbolen: Macht und Geld, rote Ferraris, Ferienhäuser, Luxusgüter, Jet-Set, Casinos, usw.

Raja-Guna ist eine illusionäre Bedeckung der Seele, die, wenn sie reguliert und positiv eingesetzt ist, sich zu Sattva erhebt und, wenn sie unreguliert / triebhaft ist, sich zur destruktiven Tama erniedrigt.



... bis hin zum negativen Tama-Guna: = Zerstörerische Unwissenheit.

Zerstören,
Zorn, Hass, Blindheit, Dummheit, Achtlosigkeit, Bösartigkeit, Überheblichkeit, Aggressivität, Betrug, Heuchelei, Korruption, Faulheit, Unreinheit, Krankheit, Berauschung, Verrücktheit, Dunkelheit, Beleidigung, Irreführung, Selbstmitleid, Gejammer, Wahnsinn, Betrübnis, Beschwerlichkeit, Trägheit, Achtlosigkeit, Furchtsamkeit und Apathie, Zerstörung von sich selber mit Drogen und Alkohol, Zerstörung der Umwelt durch Umweltverschmutzung und Zerstörung anderer durch Gewalt, Krieg, Folter, Terrorismus, Pelztragen, Fleischgenuss usw.

Tama-Guna ist eine temporäre erniedrigende Bedeckung der Seele mit leidvollen Reaktionen und kann, so sagt die alt-indische Literatur, das bedeckte Lebewesen wieder in die tierischen Lebensformen führen.


Ähnlich wie bei einem Fernsehbildschirm, in dem sich die drei Grundfarben vermischen und alle möglichen Bilder auf einem Fernsehbildschirm bilden (seien sie nun schön oder hässlich) verändern die Gunas ihre Vermischung immerfort und variieren ihren Einfluss auf das Bewusstsein des Lebewesens und auf seine Geburten, denn es sind die Gedanken, welche unsere Handlungen beeinflussen, und die Handlungen (Karma) beeinflussen unsere Lebensformen: "Der Mensch prägt die Gene!" Je nach Gebrauch wirken sich die drei Gunas so auf unseren karmischen Freiheitsradius aus d.h. auf unseren grob- und feinstofflichen Körper und auf unseren Kreislauf von Geburt und Tod (Samsara). Alle unsere Aktivitäten werden durch diese drei grundlegenden psychologischen Bedingungen beeinflusst, d.h. auch, die Reaktionen unserer Aktionen, und somit die Art unseres grob- und feinstofflichen Körpers. Ihre Vermischung können wir als so etwas wie einen feinstofflichen DNA-Code betrachten, denn sie ist immer temporär und somit verschieden vom ewigen Wesen der Seele.

Und ganz wichtig:

So wie ein Segelschiff gegen ungünstige Winde aufkreuzen kann, werden wir auch nur bis zu einem gewissen Grad von den Gunas beeinflusst, denn in der menschlichen Lebensform, mit unserem karmischen Freiheitsradius, können wir ihren Einfluss abschwächen, und mehr noch, wenn der karmische Freiheitsradius wirklich gewachsen ist, dann haben wir sogar die Macht über die Winde, können ihnen die Kraft nehmen und sie sogar nach unserem Willen lenken.

Wir sehen: Die Gunas haben Auswirkungen auf unser gesamtes soziales Verhalten
und auch auf alles, woran wir arbeiten und was wir produzieren z. B. die Musik: z. B. Heavy Metal (T), Pop (R) oder Bach (S), Kunst (degradierend, agitierend oder erhebend), Mode (schmutzig, sexy oder schön), Literatur usw. Die drei Gunas sind nicht durch einen Ethik-Professor oder durch eine Evolution erschaffen worden und sie können nicht von einem Politiker oder Journalisten manipuliert werden; sie sind ewig ... Diese natürliche Skala der Ethik ist natürlich, universell und zeitlos und von entscheidender Bedeutung für das Verständnis unserer Verhaltensmuster in dieser materiellen Welt. Das Universum dürfen wir als ein Übungsfeld für die ethische Evolution der bedingten Seelen betrachten, in dem wir den richtigen Gebrauch des freien Willens und die spirituelle, allumfassende Liebe (Visuddha Sattva) erlernen dürfen. Alles in der materiellen Welt kann nach den Gunas eingeordnet werden, sogar die Lebensmittel, die wir kochen und essen:




Nahrungsmittel nach den Gunas geordnet


In diesem Sinne können wir auch die Berufe der Menschen nach den drei Gunas einteilen. Beginnen wir mit Sattva-Guna. Berufe der Bildung wie Ärzte, Lehrer, Akademiker und Schriftsteller usw. gehören dazu. Zu den rajasischen Berufen gehören die Wallstreet-Börsianer mit roten Ferraris, Banker und Manager usw., also alle Berufe, wo es sehr hektisch um grosse Gewinne geht. Tamasische Berufe sind z. B. Kriegssöldner, Drogenhändler, Metzger, Schlächter, Schächter usw. und haben ein zerstörendes Potenzial. Aber das heisst nicht, dass ein gebildeter Lehrer oder ein Akademiker unbedingt eine Person sein muss, der einen tugendhaften, sattvischen Lebensstil führt. Wir erkennen das bei einem sogenannten Wissenschaftler, der an destruktiven Massenvernichtungsmitteln arbeitet, oder an Gentech-Feldversuchen in der freien Natur und somit die intellektuelle Korruption in Person ist. Und umgekehrt kann ein operierender Arzt oder die Gewalt eines Polizisten, wenn wirklich friedenserhaltend eingesetzt, als sattvisch klassifiziert werden. Das was schlussendlich zählt, ist neben der Handlung auch das Bewusstsein des Handelnden.

Die Philosophie der drei Gunas ist ein wichtiger Bestandteil in der Yoga-Psychologie. Sie offenbart, wie wir uns auf dieser natürlichen und zeitlosen Skala der Ethik orientieren und uns somit spirituell erheben können, denn ein spiritueller Fortschritt muss auch eine ethische Evolution beinhalten ...

Wenn wir im Jetzt, d.h. mit unserer jetzigen menschlichen Lebensform den Unterschied von der ewigen Seele (Lebenskraft) und dem vergänglichem Körper zunehmend verstehen (siehe auch das vorangegangene Kapitel: Prem), wächst in uns die Erkenntnis, dass in uns, in unserem wirklichen Selbst, eine Verbindung zu einer unendlichen grossen Kraftquelle zur Verfügung steht.

Die altindische Literatur beschreibt, dass wir unseren karmischen Freiheits-, Erkenntnis- und Liebesradius erweitern können, bis wir ganz und für immer aus der Illusion, aus dem Kreislauf von Geburt und Tod und aus der Identifikation mit all diesen sterblichen Körpern aussteigen werden, und dass wir dann voll entfaltet in einer spirituellen Welt ohne Angst (Vaikuntha) sein dürfen (Vai = ohne, Kuntha = Angst – Siehe das Kapitel Karma)

Der Begriff “Spirituelle Erkrankung“ ist ein Widerspruch in sich selbst, da das Spirituelle per Definition ewig, d.h. gesund ist. “Spirituelle Heilung“, bedeutet die Seele von ihren materiellen Bedeckungen zu reinigen, d.h. den grobstofflichen und feinstofflichen Körper so weit zu heilen, bis wir uns selber im Spiegel unseres Geistes so erkennen können, wie und was wir wirklich sind.

Wenn nun jemand behauptet: "Du bist krank!" oder sagt: "Die Probleme sind in dir!", dann müssen wir nun mit dem richtigen Verständnis entgegnen: "Ich nehme diese Diagnose nicht an! Das gehört nicht zu mir! Die Probleme sind ausserhalb und verschieden von mir, sie sind temporär und wandelbar und ich kann sie, wenn ich wirklich will, mit der Kraft des spirituellen Heilstroms abgeben, loslassen und heilen."





Yoga-Methodologie: Die Kraftaufnahme mit der Verbindung zum göttlichen Heilstrom

Heilungen (psychologische wie auch physische) basieren nun auf dem Einfluss, den die sattvischen Kräfte (Heilstrom) auf das verkörperte Wesen ausüben. Dieser Einfluss ist grösser, als es sich die meisten Menschen bewusst sind, denn sie können diese sattvischen Kräfte in ihrem Alltagsleben nicht erkennen, da sie für das ungeübte Auge mit den andern Gunas vermischt sind.



Das Guna-Dreieck aus der spirituellen Perspektive sieht wie folgt aus:



Zu den Icons: Wenn sie Probleme mit den Göttern haben, dann betrachten sie diese Hindu-Götter zunächst einmal wie die Icons auf ihrem Computer-Desktop und den Hinduismus als eine bilderreiche Comic- oder Cartoon-Religion.

In der altindischen Philosophie wird die Energie Sattva-Guna (die Charakteristik Gottes und somit der göttliche Heilstrom) von Guna-Avatar Vishnu repräsentiert,Tama-Guna (die Unwissenheit und Zerstörung) von Guna-Avatar Shiva und Raja-Guna (die erschaffende Triebsamkeit) ist unter der Kontrolle von Guna-Avatar Brahma. Sattva ist die höhere spirituelle Energie, welche die Eigenschaft des Lebens bildet, und wir können uns mit ihrer Hilfe von allen Krankheiten (selbst die "unheilbaren") heilen. Diese Energie hat viele Namen: Lebenskraft, Lebensenergie ("Vis Vitalis"), Prana, Chi oder göttlicher Heilstrom.

Nach der altindischen Philosophie der Brahma-Madhava-Gaudia-Sampradaya (Schülernachfolge) ist die ursprüngliche Form von Radha-Krishna (im goldenen Lotus) absolut sattvisch d.h. immer all-gut und gewaltlos. Sogar der Baby-Krishna der Dämonen tötet ist eine Vishnu-erweiterung, welcher auch Waffen trägt und eine Erweiterung der ursprünglichen Form Krishnas ist. Radha und Krishna gelten als die göttlichen Liebhaber der hinduistischen Religion und spielen der indischen Kunst und Spiritualität eine bedeutende Rolle. Radha ist nach den indischen Sanskrit-Texten die Personifikation der Liebe und Barmherzigkeit und ewige Gefährtin Krishnas (dem Allanziehenden).

Dazu auch der nächste Vers aus den Upanishaden, (Isopanishad erster Mantra):

"Om purnam adah purnam idam purnat purnam udacyate purnasya purnam adaya purnam evavasisyate" – Wenn das Absolute absolut sein soll, dann muss es alles enthalten, was in seinen Teilen zu finden ist. Das Absolute muss alles besitzen, was seine Teilaspekte besitzen, d.h. es muss neben seinem unpersönlichen Aspekt auch noch einen persönlichen, liebenden Aspekt haben. Diesen persönlichen, liebenden Aspekt betrachten wir als "höher" als der unpersönliche monistische Aspekt, da er es ist, der uns aus dem Kreislauf der Geburten und Tode hilft und uns den göttlichen Heilstrom sendet, den wir mit dem freien Willen empfangen, aber nicht verlangen können.

Was ist nun aber unsere Position und Umgebung, aus der wir uns erheben können?



Die sechs Dualitäten in der Trinität:


Ein Dreieck hat drei Seiten und man kann es drehen (oder flippen) - und auf jeder Seite, auf dem es steht, hat es zwei Dualitäten: Eine Vertikale und eine Horizontale - das gibt uns ein Total von sechs Dualitäten und den entsprechenden philosophischen Schlussfolgerungen über unsere Position und Umgebung und über die Eigenschaften des Weges und des Zieles:

(Dieser geometrische, mehrdimensionale Weg ist übrigens auch schon von Burkhard Heim in der Physik angewendet worden. Seine eindrucksvollen Theorien sind zwar ist für einen Laien extrem kompliziert, aber im Prinzip beschreibt er die vier bekannten Naturkräfte der Welt durch geometrische Effekte in einem bis zu 12-dimensionalen Raum.)



Position 1 mit den zwei Dualitäten ...

- Horizontale Dualität:

Das Entstehen / Erschaffen (rot, rechts) und das Vergehen / Zerstören (blau, links)

- Vertikale Dualität:

Die materielle Dualität (unten) und transzendental dazu das ewige Gute (oben)


Die materielle Dualität ist das Oszillieren (pendeln) zwischen Raja-Guna, das Erschaffen und Tama-Guna, das Zerstören, denn die materielle Welt ist ja nichts anderes als eine Dualität des Kommens und Vergehens. Darüber steht das Sattvische, das ewig transzendentale Gute.



Position 2 mit den zwei Dualitäten ...

- Horizontale Dualität:

Der ewige Austausch zwischen den spirituellen Seelen / Jiva-Atmas,
(hier dargestellt durch den sterblichen d.h. bedingten Brahma
dem Guna Avatar der Raja / rechts)
mit Gott, die Quelle von allem Guten (links)

- Vertikale Dualität:

Das spirituelle, ewige Gute
über dem materiellen Bösen
(wir setzen aus kosmetischen Gründen das Materielle nach unten).


In der horizontalen Dualität ist hier die Dualität Gott - und das Lebewesen dargestellt. Sattva ist unter der Kontrolle von dem Guna-Avatar Vishnu. Er kommt der christlichen Vorstellung Gottes am nächsten. Er ist Allgut. Er ist in der Hindu-Philosophie Ursprung und der Erhalter von allen Universen. Wenn er ausatmet dann entstehen alle Universen und wenn er einatmet, dann vergehen sie alle wieder. Er ist der Erhalter dieser Zyklen. Er ist der Ursprung von anderen Avatars, wie z.B. die vielen Shivas und Brahmas in den vielen Universen. Der Erschaffer Brahma erschafft nur die Inneneinrichtung in seinem jeweiligen Universum.



Brahma, der Guna-Avatar für Raja wird in der altindischen Literatur als ein sterbliches Lebewesen (Jiva-Tattva) bezeichnet. Mit anderen Worten: Brahma ist einer von uns. Und Shiva zerstört dann die Inneneinrichtung des jeweiligen Universums. Vishnu ist der, den man gemeinhin als Gott oder, in der christlichen Terminologie, als Gottvater bezeichnen könnte und Sattva in reiner Form ist seine Charakteristik. Wir sind aus demselben Holz geschnitzt, denn (wie im Kapitel Prem beschrieben) wir sind individuelle, ewige, wissende und glückliche Seelen: "Aham Brahmasmi Sat Cit Ananda Vigraha" (Aham = Ich bin, Brahmasmi = Spiritual, Sat = Ewig, Cit = Wissen, Ananda = Freude, Vigraha = Individuelle Form). Auch hier wieder derselbe Vers aus der Isopanishad aber umgekehrt ausgelegt: "Om purnam adah purnam idam ... Jenes ist ganz. Dieses ist ganz. Aus dem Ganzen manifestiert sich das Ganze d.h. seine Teile sind ganz. Wenn das Ganze verschwindet, bleibt das Ganze zurück." Die Seelen, d.h. wir in unserem ewigen Innersten, sind ebenfalls satvisch. Und sattvisch bedeutet Liebe. Das ist unsere wirkliche Natur. Die im theistischen Hinduismus (von den Lehrern: Ramanuja-Acarya, Madhava-Acarya, etc.) wird diese Individualität, d.h. diese liebende Beziehung, als ewig (wenn auch manchmal als bedeckt) angesehen.

In der Position 2 haben wir in der vertikalen Dualität das ewige Gute (Gott, Isvara und die befreiten Seelen, Jiva-Atma) über dem vergänglichen Bösen. Shiva ist die Erweiterung Vishnus in "Arbeitshosen" und zuständig für die Tama-Guna in der materiellen Welt. Dies zeigt nun eine wichtige Dualität auf: Es ist die Dualität von Gewalt und Gewaltlosigkeit, oder besser und genauer ausgedrückt: Die Dualität des Vermeidens von unnötiger Gewalt und das Ausüben von unnötiger Gewalt. Positiv ausgedrückt wäre das: Allumfassende Liebe oder Lieblosigkeit.



Da der Guna-Avatar Brahma einer von uns ist, kommen wir nun zur der Position des Guna-Dreiecks, dass für den Prozess unserer Heilung einen praktischen Wert hat ... Rotation des Guna-Dreiecks, für unsere aktuelle bedingte materielle Perspektive / Situation:





Position 3
mit den zwei Dualitäten ...

- Horizontale Dualität:


Das Göttliche (links)
und das Dämonische (rechts)
und der freie Wille (rot) dazwischen

- Vertikale Dualität:

Das Beeinflussende (oben)
und das Beeinflusste (unten)








Diese Stellung des Dreiecks symbolisiert unsere Stellung als bedingtes Lebewesen, das die leidenschaftliche Energie entweder sattvisch oder tamasisch ausleben kann, d.h. wir Menschen können uns erheben oder erniedrigen. Je nachdem wir uns in die eine oder andere Richtung bewegen, vergrössert oder verkleinert sich unser karmischer Freiheits-, Erkenntnis- und Liebesradius ...

Wir sind wie wandelnde Antennen! Wir empfangen und senden verschiedene Energien; entweder positive, erhebende Energien, oder negative, deprimierende und destruktive Energien. Wie auf der Grafik oben erklärt wird, gibt es zwei Energiequellen, die uns beeinflussen: Die eine lädt unsere Batterie und die andere entlädt sie. Die Folgen der entladenen Batterie sind: Illusion, Müdigkeit, Erschöpfung, Nervosität, Wut, Süchte, Ängste und Krankheit. Mit anderen Worten: Wir können mit unserem feinstofflichen Körper, mit unserem materiellen Intellekt, gar nicht denken, sondern nur Gedanken empfangen d.h. aufnehmen und mit unserem mehr oder weniger freien Willen den Sender auswählen. Haben wir positive, erhebende Gedanken, dann kommen sie vom göttlichen Sattva-Sender und und der karmische Freiheitsradius des freien Willens erweitert sich. Wenn Gedanken uns erniedrigen, dann kommen sie vom Tama-Sender und Angst, Gier oder Zorn nimmt uns die klare Sicht.

Alles, was wir tun müssen, ist uns entschlossen den richtigen, den sattvischen Kanal einstellen. Wenn wir die Einflüsse des negativen d.h. des falschen zerstörerischen Kanals loslassen und abgeben, dann können wir den göttlichen Heilstrom aufnehmen. Mit dem Sattva-Sender dürfen und sollen wir uns identifizieren, denn die reine Sattva, das sind wir, dass ist das Holz aus dem die Seele geschnitzt ist! ("Sat Cit Ananda Vigraha" ... siehe im ersten Kapitel bei Prem).

Die Yogalehren erklären, wie wir in der Lage sind, immer wieder neue spirituelle Energie zu erhalten,
wie man sich an die richtige Energiequelle anschliesst (einstellt, ein-tuned), seine Batterien wieder auflädt und sich von der kurzschliessenden, negativen Energie abwendet. (Das kann u.a. durch die entsprechenden Mantras berwerkstelligt werden - siehe unten).

Wenn wir diese Technik sowohl bei uns wie auch bei anderen anwenden, dann wird allen Aggressionen, Schuldgefühlen usw. die Kraft genommen: Wenn z. B. eine "böse Person" auf einen PremYogi zukommt, dann separiert er in seinen Gedanken das Böse von der Person. Die Person ist immer gut und das Böse ist nur die niedere temporäre Energie, die im Moment durch sie hindurchscheint.

Jesus sagte einst: "Hasset die Sünde und nicht den Sünder!" Der Sünder hat eigentlich, von seinem ewigen spirituellen Wesen her, mit der Bedeckung der Sünde gar nichts zu tun. Das ist die positive Sichtweise, die den Raum für den Heilstrom eröffnet. Für einen sattvischen Menschen (Yogi) ist das Glas immer halb voll und nicht halb leer, denn er konzentriert sich auf das Göttliche im Guna-Gemisch und er gibt das Negative, das Tamasische mit Leichtigkeit ab, denn er weiss, dass dies die Aufgabe (Dharma) seiner Existenz ist.

Die spirituelle Seele ist total verschieden vom materiellen Körper, und wir haben eigentlich mit der Materie überhaupt nichts zu tun. In dem Sinne können wir nicht einmal unseren kleinen Finger biegen, sondern nur den Wunsch haben ihn zu biegen, und Gott (Para-atma) biegt ihn für uns auf eine Weise, dass für die Erfüllung unserer Wünsche die perfekte Illusion des Handelnden entsteht. Und genau so verhält es sich in unserem feinstofflichen Körper, mit unseren Gedanken. Yoga bedeutet sich mit der guten Gedankenquelle zu verbinden, aber das bedeutet auch sich von der schlechten, oder den schlechten Gedankenquellen zu trennen.

Wir werden heute von den Medienschaffenden immer mehr von einer immer grösser werdenden Informationsflut überschwemmt, die uns zu einer Oberflächlichkeit oder sogar zu einer Wertelosigkeit treibt ...

... und uns auch anderseits oft in eine Ecke der Idiotie drängen will, in der es schwer ist einen Überblick über die eigentlichen wichtigen Werte des menschlichen Lebens zu erfassen.

Dieses heutige Zeitalter der Informationsflut, Oberflächlichkeit und Wertelosigkeit benennt Hermann Hesse im "Glasperlenspiel" als: "... das Zeitalter des Feuilleton; ein Zeitalter der Unsicherheit und Unechtheit des Geistes, das aber bald überwunden wird durch die Rückbesinnung der Menschen auf die gute Tradition intellektueller und seelischer Zucht und auf die Pflege der Frömmigkeit und Ehrfurcht vor den ewigen Werten des menschlichen Lebens." (Seite 21, Suhrkamp Taschenbuch 79)

Achte auf dein Weltbild, denn es prägt deine Informationsquellen
Achte auf deine Informationsquellen, denn sie prägen deine Gedanken
Achte auf deine Gedanken, denn sie prägen deine Worte
Achte auf deine Worte, denn sie prägen deine Handlungen
Achte auf deine Handlungen, denn sie prägen deine Gewohnheiten
Achte auf deine Gewohnheiten, denn sie prägen deinen Charakter
Achte auf deinen Charakter, denn der prägt deinen nächsten Körper

So, abgeben der negativen Gedankenquellen ist der erste Schritt, dann erkenne wir, dass der menschliche Körper ständig (!!!) von den Heilwellen umgeben ist, die nur noch absorbiert werden müssen. Um diesen Heilstrom zu absorbieren, sollte sich die hilfesuchende Person positiv ausrichten. Gedanken über Krankheiten und psychologische Probleme haben hemmende Effekte, während die Gedanken über etwas Angenehmes, Schönes und Göttliches (bzw. Sattvisches) von Vorteil sind. Dann fliesst der Heilstrom durch den Körper und stellt einen Kontakt mit dem kranken Organ oder mit der psychologischen Krankheit her. Dann kann sich die reinigende, heilende Wirkung entfalten, denn da die Krankheit als solche nicht der Wille Gottes ist, wird sie, wenn wir es wirklich so wollen und es zulassen, nach und nach entfernt werden. In einigen Fällen kann dies sogar spontan geschehen.

Mit der Stärke des Glaubens ist keine Krankheit unheilbar. Aus diesem Grund ist es unerlässlich, dass wir uns nicht weiterhin auf die Krankheit, sondern vielmehr auf den Heilstrom konzentriert. Sorgen und Ängste nur ein Produkt unseres feinstofflichen Körpers – also etwas Materielles, das nicht zu uns gehört und das wir abgeben können. Wenn wir daran festhalten, blockieren wir die Aufnahme des göttlichen Heilstroms. Dieser Weg der Heilung ist nicht auf Geister oder Hypnose zurückzuführen, sondern er basiert auf dem freien Willen und auf einer liebevollen Interaktivität mit dem göttlichen Bewusstsein, dem persönlichen Aspekt des Absoluten.

Mit der Stärke des Glaubens ist Shraddha gemeint (siehe das entsprechende Kapitel Shraddha). Übersetzt wird der Sanskrit-Begriff Shraddha mit Glaube, Vertrauen, Glaubensgewissheit. Damit ist aber nicht einfach ein Fürwahrhalten bestimmter religiöser Glaubensinhalte oder Dogmen gemeint (wenn Übersetzungen dann etwa von faith oder Glaube usw. sprechen). Vielmehr ist in der Sanskritsprache die Bedeutung einer ewigen inneren Gewissheit enthalten, die in der Berührung mit der Kraft Gottes aus dem Inneren offenbar wird.


Hier sind Beispiele für Menschen mit starkem Shraddha:



Bruno Gröning, der christliche Massenheiler der 50ger Jahren

"Gott ist der grösste Arzt" – "Gott hat so viel für uns bestimmt, und der Mensch nimmt es nicht auf. Der Mensch quält sich lieber, er gibt sich lieber mit dem Bösen ab, er beschäftigt sich tagein, tagaus, ja, er behandelt sogar das Böse, statt dass er einmal gotthörig wird und nun Gott folgt und sich von Gott führen lässt, wobei er das tut, was Gott für ihn bestimmt hat." (Bruno Gröning)

Zeitgenössische Radiosendung über Bruno Gröning.mp3

www.youtube.com/watch?v=a4B6wztcueM&feature=related

www.youtube.com/watch?v=jWQSiTpIh-8&feature=related

www.youtube.com/watch?v=WWkpddQPvNw&feature=related

http://www.youtube.com/watch?v=amQHb-H3u8I&feature=related

http://www.youtube.com/watch?v=QRKe2ergxZk&feature=related

Auf Englisch, mit Originalfilmmaterial von Rosenheim 1949:

http://www.youtube.com/watch?v=EWEgcAKXyvE




Mary Baker Eddy

mit ihrem (r)evolutionären Buch: Wissenschaft und Gesundheit mit dem Schlüssel zur Heiligen Schrift



Hier ein "Vortrags-Video" von ihr

http://www.thescientificman.com/phineas_quimby_&_mary_baker_eddy.html






PremYoga im täglichen Leben (Mantras, Gebet, Kochen und Sexualität)

PremYoga - Das Yoga der allumfassenden Liebe ist ein integraler spiritueller Prozess, den wir in all unsere täglichen Aktivitäten meditativ integrieren und sie so auf die sattvische Ebene erheben können (sattvisch - siehe oben).

Die Kraft des Geistes steht über der Materie.
Wenn sich mehrere Menschen zusammentun und z.B. sich geistig für die Heilung einsetzen, dann wird ein kollektives Kraftfeld geschaffen, welches auch Spontanheilungen manifestieren lässt. Das sich gemeinsame Einstellen auf eine Musik führt dazu, dass sich die Hirnwellen synchronisieren und sich die Individuen zu einem gemeinsamen Kraftfeld zusammenschliessen können, sich im Kollektiv geistig harmonisieren und auch energetisch fokussieren. Dieses gemeinsam erzeugte Kraftfeld wird dann auch für den Einzelnen eine wichtige Erfahrung sein, was das positive Ausrichten der Gedanken für eine Kraft hat. Dies ist eine Erfahrung, welche auch beim individuellen Praktizieren wieder erlebt werden kann. Sie führt zu einer Achtsamkeit gegenüber der ständigen Gegenwart des Heilstroms, welche sich dann auch in den "gewöhnlichen Alltagssituationen" bemerkbar macht, welche auf diese Weise ihre Gewöhnlichkeit verlieren. Die Achtsamkeit, das im Jetzt-und-im-Moment-Leben wird durch diese Erfahrung zu diesem meditativen Erlebnis, nach dem die Yogis und Heiligen in allen Kulturen immer schon gestrebt haben. Welche Form von Meditation oder Gebet auch immer praktiziert wird, das richtige Beobachten des eigenen Körpers ist einer der Schlüssel zum Erfolg ...

Eine heitere (sattvische) Gemütsverfassung ist der Schlüssel zur Heilung. Wenn man den psychologischen Überbegriff Sattva verstanden hat, dann kann man die psychologische Natur Gottes und die Frequenz auf welcher der Heilstrome gesendet wird ein wenig besser verstehen. Das Wort "göttlich" oder "Gott" hat seine Wurzel im Wort "Gut", nämlich dem ewigen Guten. Alle Attribute, die wir am Anfang dieses Yoga-Kapitels auf Sattva zugeschrieben haben, können wir auch auf den persönlichen Aspekt des Absoluten und, da wir aus demselben Holz geschnitzt sind, auch auf uns selber d.h. die Natur der Seele zuschreiben. Wenn wir eine Verbindung zur reinen, ursprünglichen Sattva herstellen können, dann müssen Raja- und Tama-Guna – Leidenschaft, Gier, Neid, Krankheit und Unwissenheit verschwinden und dann gibt es kein Unmöglich und kein Unheilbar mehr, denn Visuddha-Sattva bedeutet "die reine und unvermischte Sattva" und ist die in uns zu erweckende potentielle Eigenschaft des Göttlichen. Das ganze Leben wird so zu einer Meditation.


Zum Beispiel meditieren wir über das Gute beim Kochen. Wir kochen auf der Ebene der Sattva nicht nur für uns selber, sondern auch für das höchste Bewusstsein. Sogar wenn wir ein einfaches Mal zubereiten, versuchen wir mit unserem besten Bewusstsein zu kochen und bringen das Mal dem höchsten Bewusstsein dar, bevor wir es selber essen und geniessen. Einer der wichtigen Gründe z. B. ein Vegetarier zu sein, ist der Wunsch, so gewaltlos wie nur möglich zu sein, d.h. unnötige Gewalt zu vermeiden, denn das ewige Gute (Gott) ist gewaltlos in seiner eigenen, ursprünglichen Form.


Dieses Prinzip der grösstmöglichen Gewaltlosigkeit sollte auch auf die Sexualität übertragen werden, speziell wenn aus einer Beziehung Kinder hervorgebracht werden. Allzu viel Energie wird heutzutage verschwendet bei destruktiven, d.h. unharmonischen sexuellen Beziehungen. Wir wollen deshalb hier ein wenig auf die partnerschaftliche Problematik eingehen. Wie schon im Kapitel Prem erwähnt, finden wir alle guten Genüsse dieser Welt auch im Absoluten, aber in reiner Form (Visuddha-Sattva).

Im theistischen Teil des Hinduismus sind das Weibliche und das Männliche Aspekte des Absoluten, und diese Dualität wird NICHT als eine materielle Illusion betrachtet. In der materiellen Welt kann es aber Abstossung geben. Wenn bei Magneten die beiden + Pole aufeinanderzeigen (oder – Pole), dann ergibt dies eine Abstossung. Wenn aber die + und – Pole aufeinanderzeigen, dann haben wir eine starke Verbindung. Das Problem bei uns menschlichen Magneten ist nun, dass wir eine verwirrende Vermischung und von + und – antreffen. Da viele Menschen heutzutage durch diese Verwirrung in ihrer spirituellen Entwicklung blockiert sind, sollten wir bei einer krisenhaften, unharmonischen oder gefährdeten Beziehung die Methode des alternierenden Zuhörens praktizieren. Wir trennen konsequent die Rollen und wechseln sie wenn nötig z.B. täglich. Auf diese Weise trennen wir die Vermischung von Purusha und Prakriti. Das bedingungslose Zuhören ist entscheidend, damit sich der Partner vollumfänglich und authentisch ausdrücken kann und ein gegenseitiges Verständnis möglich ist. Diese Regel wird den Konflikten die Kraft nehmen und sie zum Verschwinden bringen. Die Partner werden sich besser verstehen können, da der jeweilig Sprechende die bessere Möglichkeit hat, offen zu kommunizieren und seine Gefühle, Ideen usw. auszudrücken. Nach einer anfänglichen Phase werden die Kontraste auf eine natürliche Art und Weise reduziert, und es sollte dann, wenn wirklich gewollt, eine harmonische Beziehung entstehen: Der freie Wille ist auch hier, wie überall im Universum, das letztendliche Prinzip.

Ein indisches Sprichwort sagt: Die Frau ist der Innenminister in der Familie und der Ehemann der Aussenminister. Aber wir sollten erst Kinder auf die Welt stellen, wenn wir sicher sind, dass wir diese Kinder aus dem Kreislauf von Geburt und Tod befreien können.
Da diese Erziehung schwer fällt, könnten wir jeweils zuerst eine Anzahl Erwachsene in die Spiritualität einführen, damit der Schnitt wieder stimmt. Am besten fangen wir an, uns einmal selber zu erziehen und unsere Psyche mit der Göttlichkeit zu verbinden ...

Die Mantra-Meditation, das konzentrierte Rezitieren von Gebeten und Bitten, kann uns helfen, uns geistig aus der Negativität zu erheben und uns auf das spirituelle Gute zu fokussieren. Das Wort Mantra wird von Man (Geist oder Psyche) und von Tra (Befreiung) abgeleitet. Mantras sind u.a. so etwas wie philosophische Kernsätze oder Weisheiten, die man rezitiert und ihre Bedeutung im mentalen Körper einschleift. Das Fokussieren auf diese Mantras kann uns dann von Ängsten, falschen Konzepten und Hemmungen, Gewohnheiten und Trieben befreien, die durch unseren vor- oder verprogrammierten Verstand produziert werden. Das Verändern unseres Weltbildes und unsere Ansicht des Lebens soll dazu führen, dass wir das Vertrauen in die erhebenden Aktivitäten und positiven Betrachtungsweisen des Lebens stärken. Natürlich birgt die rituelle Mantra-Meditation auch die Gefahr, dass alle Verantwortung auf das Mantra abgeschoben wird. So quasi, "das Mantra wird’s schon richten" – dann entsteht bald einmal eine Vermechanisierung und Verinstitutionalisierung der Spiritualität, und der Prozess wird eine Farce, speziell wenn man Gelübde zu erfüllen oder ein Quota zu absolvieren hat.

Das Mantra-Gebet ist als ein Fahrzeug zu verstehen, mit dem man sich fortbewegen kann – oder auch nicht, denn man kann mit einem Fahrzeug auch nur dasitzen und sich überhaupt nicht bewegen. Und so kann eine vermechanisierte Mantra-Meditation auch in einen Selbstbetrug ausarten, der negative Gedanken, Verhalten und mentale Korruptionen alibiartig überdeckt und Unachtsamkeit kann so antrainiert werden. Es hilft auch Mantras in der eigenen Sprache zusammenzustellen, denn beim persönlichen Gebet ist die Gefahr der Vermechanisierung oder verinstitutionalisierung der Spiritualität weniger vorhanden. Die Mantra-Meditation wird auf diese Weise zu einem Entwicklungspotential, das sich bei geeigneter Führung weiter optimieren wird.



Mantra-Meditation des schweizerischen Nationalheiligen Bruder Klaus mit der Hilfe einer Holzperlenkette









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